Digitalisierung in der Produktion: 5 Erkenntnisse aus 5 Jahren Praxis bei KOMOS

Was wir auf unserem Weg zur vernetzten Produktion wirklich gelernt haben

Digi­ta­li­sie­rung, Indus­trie 4.0, Künst­li­che Intel­li­genz – kaum ein The­ma prägt die indus­tri­el­le Welt der­zeit stär­ker. Doch zwi­schen den vie­len Schlag­wor­ten und Tech­no­lo­gien stellt sich für Unter­neh­men eine ent­schei­den­de Fra­ge:

Wie gelingt Digi­ta­li­sie­rung in der Pra­xis?

Bei KOMOS beschäf­ti­gen wir uns seit meh­re­ren Jah­ren inten­siv mit der Digi­ta­li­sie­rung unse­rer Pro­zes­se. Heu­te arbei­ten wir mit einer eige­nen KOMOS-App, einem ver­netz­ten MES-Sys­tem, digi­ta­len Dash­boards und weit­ge­hend papier­lo­sen Abläu­fen. Gleich­zei­tig ent­wi­ckeln wir unse­re Mög­lich­kei­ten zur Daten­nut­zung und Ent­schei­dungs­un­ter­stüt­zung kon­ti­nu­ier­lich wei­ter. Dabei haben wir gelernt:

Erfolg­rei­che Digi­ta­li­sie­rung beginnt nicht mit Tech­no­lo­gie. Sie beginnt mit dem Ver­ständ­nis für Pro­zes­se, Men­schen und Zusam­men­hän­ge.

Fünf Erkennt­nis­se aus unse­rer Pra­xis.

1. Digitalisierung beginnt mit Prozessen – nicht mit Software

Die meis­ten Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te star­ten mit der Fra­ge:

“Wel­che Soft­ware brau­chen wir?”

Unse­re Erfah­rung zeigt jedoch: Das ist oft die fal­sche ers­te Fra­ge. Ein inef­fi­zi­en­ter Pro­zess wird durch digi­ta­le Werk­zeu­ge nicht auto­ma­tisch bes­ser. Er wird ledig­lich schnel­ler inef­fi­zi­ent. Des­halb haben wir bei KOMOS zunächst unse­re Abläu­fe ana­ly­siert, bevor wir neue Sys­te­me ein­ge­führt haben. Dabei wur­den Infor­ma­ti­ons­lü­cken, dop­pel­te Daten­er­fas­sun­gen und unnö­ti­ge Schnitt­stel­len sicht­bar, die im Tages­ge­schäft oft unbe­merkt blei­ben. Erst als wir die­se Pro­zes­se ver­stan­den und opti­miert hat­ten, konn­ten digi­ta­le Lösun­gen ihren tat­säch­li­chen Mehr­wert ent­fal­ten. Unse­re wich­tigs­te Erkennt­nis:

Digi­ta­li­sie­rung beginnt mit Trans­pa­renz über bestehen­de Abläu­fe – nicht mit der Aus­wahl einer Soft­ware.

2. Daten schaffen Transparenz – integrierte Systeme schaffen bessere Entscheidungen

Mit zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung wach­sen auch die ver­füg­ba­ren Daten­men­gen. Pro­duk­ti­ons­da­ten, Qua­li­täts­kenn­zah­len, Lie­fer­ter­mi­ne, Bestän­de oder Aus­las­tun­gen sind heu­te in nahe­zu jedem Unter­neh­men vor­han­den. Die eigent­li­che Her­aus­for­de­rung besteht jedoch dar­in, die­se Infor­ma­tio­nen sinn­voll mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Genau des­halb haben wir lan­ge nach einem Tech­no­lo­gie­part­ner gesucht, der unse­re Phi­lo­so­phie eines voll­stän­dig inte­grier­ten Ansat­zes ver­steht. 

Unser Ziel war nie die Ein­füh­rung einer wei­te­ren Ein­zel­lö­sung. Wir woll­ten eine Umge­bung schaf­fen, in der Infor­ma­tio­nen aus ERP-Sys­tem, Pro­duk­ti­on, Sup­p­ly Chain und wei­te­ren Daten­quel­len zusam­men­ge­führt wer­den. Heu­te nut­zen wir eine KI-gestütz­te Lösung, die den Zugriff auf Unter­neh­mens­wis­sen erheb­lich ver­ein­facht. Mit­ar­bei­ten­de kön­nen Fra­gen in natür­li­cher Spra­che stel­len und direkt auf Infor­ma­tio­nen aus den ange­bun­de­nen Sys­te­men zugrei­fen.

Gleich­zei­tig ste­hen zen­tra­le Dash­boards zur Ver­fü­gung, die Trans­pa­renz über Bestän­de, Lie­fer­fä­hig­keit, Pro­duk­ti­ons­aus­las­tung, Mate­ri­al­ver­füg­bar­keit und wei­te­re Kenn­zah­len schaf­fen. Dadurch ent­ste­hen bes­se­re Ent­schei­dun­gen auf einer gemein­sa­men Daten­ba­sis. Für uns liegt der eigent­li­che Mehr­wert nicht in der KI selbst, son­dern in der intel­li­gen­ten Ver­bin­dung von Daten, Pro­zes­sen und Wis­sen.

3. Erfolgreiche digitale Transformation ist ein Kulturprojekt

Tech­no­lo­gie ein­zu­füh­ren ist oft ein­fa­cher als Ver­än­de­run­gen im Arbeits­all­tag zu eta­blie­ren. Auch bei KOMOS haben wir erlebt, dass neue digi­ta­le Werk­zeu­ge nicht auto­ma­tisch Begeis­te­rung aus­lö­sen. Ver­än­de­run­gen erzeu­gen Fra­gen, Unsi­cher­hei­ten und manch­mal auch Skep­sis. Des­halb haben wir früh erkannt, dass Digi­ta­li­sie­rung immer auch ein Kul­tur­pro­jekt ist. Neue Lösun­gen wer­den nur dann erfolg­reich, wenn die Men­schen, die täg­lich damit arbei­ten, aktiv ein­ge­bun­den wer­den. Kom­mu­ni­ka­ti­on, Schu­lung und Betei­li­gung sind dabei eben­so wich­tig wie die tech­ni­sche Umset­zung. Unse­re Erfah­rung zeigt:

Nicht die Soft­ware ent­schei­det über den Erfolg einer Digi­ta­li­sie­rung – son­dern die Men­schen, die sie nut­zen.

4. Vernetzte Produktionsprozesse schaffen Wettbewerbsvorteile

Der größ­te Nut­zen von Indus­trie 4.0 ent­steht nicht durch ein­zel­ne Anwen­dun­gen, son­dern durch den durch­gän­gi­gen Infor­ma­ti­ons­fluss ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te. Bei KOMOS grei­fen Ent­wick­lung, Fer­ti­gung, Qua­li­täts­si­che­rung und Logis­tik auf die­sel­be Daten­ba­sis zu. Infor­ma­tio­nen ste­hen dort zur Ver­fü­gung, wo sie benö­tigt wer­den. Dadurch wer­den Pro­zes­se trans­pa­ren­ter, Reak­ti­ons­zei­ten kür­zer und Ent­schei­dun­gen fun­dier­ter. Ein kon­kre­ter Vor­teil zeigt sich bei­spiels­wei­se bei Qua­li­täts­fra­gen oder Rekla­ma­tio­nen. Rele­van­te Infor­ma­tio­nen kön­nen heu­te deut­lich schnel­ler nach­voll­zo­gen wer­den als in klas­si­schen, papier­ba­sier­ten Pro­zes­sen. Die Ver­net­zung von Daten und Pro­zes­sen schafft nicht nur Effi­zi­enz, son­dern erhöht auch die Sta­bi­li­tät und Zuver­läs­sig­keit der gesam­ten Lie­fer­ket­te. Für uns ist genau das die eigent­li­che Idee einer Smart Fac­to­ry.

5. Künstliche Intelligenz braucht eine solide Grundlage

Künst­li­che Intel­li­genz gehört aktu­ell zu den span­nends­ten Ent­wick­lun­gen in der Indus­trie. Gleich­zei­tig haben wir gelernt, dass KI nur dann einen ech­ten Mehr­wert schafft, wenn die Grund­la­gen stim­men. Sau­be­re Daten, stan­dar­di­sier­te Pro­zes­se und eine ver­netz­te Sys­tem­land­schaft sind die Vor­aus­set­zung dafür, dass intel­li­gen­te Anwen­dun­gen zuver­läs­sig arbei­ten kön­nen. Des­halb betrach­ten wir KI nicht als Aus­gangs­punkt unse­rer Digi­ta­li­sie­rung, son­dern als kon­se­quen­ten nächs­ten Schritt. Die eigent­li­che Arbeit beginnt lan­ge bevor die ers­te KI-Anwen­dung ein­ge­setzt wird. Wer sei­ne Pro­zes­se ver­steht, Daten sinn­voll ver­knüpft und Trans­pa­renz schafft, legt das Fun­da­ment für zukünf­ti­ge Inno­va­tio­nen.

Digitalisierung ist kein Ziel – sondern eine Haltung

Die ver­gan­ge­nen Jah­re haben uns gezeigt, dass Digi­ta­li­sie­rung kein Pro­jekt mit einem fes­ten End­da­tum ist. Sie ist ein kon­ti­nu­ier­li­cher Ent­wick­lungs­pro­zess. Unter­neh­men, die lang­fris­tig erfolg­reich sein wol­len, müs­sen bereit sein, Pro­zes­se zu hin­ter­fra­gen, neue Wege zu gehen und Ver­än­de­run­gen aktiv zu gestal­ten. Heu­te pro­fi­tie­ren wir bei KOMOS von mehr Trans­pa­renz, schnel­le­ren Ent­schei­dun­gen und einer deut­lich stär­ke­ren Ver­net­zung unse­rer Wert­schöp­fungs­ket­te. Gleich­zei­tig wis­sen wir, dass die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on nie­mals abge­schlos­sen sein wird. Des­halb arbei­ten wir kon­ti­nu­ier­lich dar­an, unse­re Pro­zes­se wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, Daten intel­li­gen­ter zu nut­zen und neue Tech­no­lo­gien sinn­voll in unse­re Arbeits­welt zu inte­grie­ren. Denn unser Ziel bleibt unver­än­dert:

Intel­li­gen­te Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se schaf­fen, die höchs­te Qua­li­tät, maxi­ma­le Lie­fer­treue und nach­hal­ti­ge Wett­be­werbs­fä­hig­keit ermög­li­chen.

Sup­p­ly Chain Per­for­mance Rol­ling Month­ly OTIF
Aus­zug KOMOS-App