Wie entsteht ein Kunststoffbauteil? Warum schrumpft Kunststoff beim Abkühlen? Und weshalb ist der Anguss genau dort positioniert?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schüler ab der 5. Klasse im Winterferienkurs „Recycling zum Anfassen“ im SensorSpace Hermsdorf am TRIDELTA Campus.
Im Rahmen der MINT-Förderung in Thüringen gestaltete unser Kollege Jonas Kehr einen Praxisteil rund um Kunststofftechnik und Kunststoffspritzguss. Ziel war es, industrielle Fertigungsprozesse verständlich und erlebbar zu machen.
Praxisnahe Einblicke in Kunststoffspritzguss und 3D-Druck
Die Teilnehmenden erhielten nicht nur Grundlagenwissen zu Kunststoffen und Recycling. Sie entwickelten ihr eigenes Namensschild, konstruierten es digital und setzten es anschließend mittels 3D-Druck um.
So wurde der Weg vom Design bis zum fertigen Kunststoffbauteil nachvollziehbar – ein praxisnaher Einstieg in Konstruktion, Fertigung und industrielle Prozesse.
Besonders bemerkenswert war das technische Interesse der Schüler:innen. Fragen zur Bauteilgeometrie, zur Angussposition oder zum Materialverhalten beim Abkühlen zeigten, wie schnell ein tiefes Verständnis entsteht, wenn Technik praktisch vermittelt wird.
Nachwuchsförderung in der Industrie beginnt früh
Für uns als Industrieunternehmen ist die Förderung von MINT-Kompetenzen kein Zusatzprojekt, sondern Teil unserer unternehmerischen Verantwortung.
Wer früh versteht, wie Kunststoffteile gefertigt werden, entwickelt ein grundlegendes Verständnis für Produktionsprozesse – und baut Berührungsängste gegenüber der Industrie ab.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist Nachwuchsförderung in technischen Berufen ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Regionen.
Wir danken dem SensorSpace am TRIDELTA Campus Hermsdorf für die Zusammenarbeit und Jonas Kehr für sein Engagement in der technischen Bildung.
Begeisterung für Technik entsteht dort, wo sie erlebbar wird.