Acht Teile, fünf Lieferanten, mehrere Übergaben – und am Ende eine Frage: Was kostet eine Baugruppe wirklich?
Es gibt ein Muster, das uns in Fertigungsprojekten immer wieder begegnet. Nicht bei einem einzelnen Kunden, sondern in vielen industriellen Projekten: Eine Baugruppe wirkt auf dem Papier wirtschaftlich, weil jedes Einzelteil günstig beschafft wurde. In der Realität entstehen die eigentlichen Kosten aber oft zwischen den Teilen.
Stellen Sie sich eine Baugruppe vor, wie sie in Medizintechnik oder Elektronik typisch sein kann: rund acht Einzelteile, gefertigt und zugeliefert von fünf verschiedenen Unternehmen. Ein Stanzteil von hier, ein Drehteil von dort, ein Kunststoffgehäuse von einem dritten Lieferanten, Beschichtung und Montage noch einmal woanders.
Auf dem Papier ist das eine saubere Lösung. Jedes Teil kommt von dem Anbieter, der es günstig und zuverlässig fertigt. Der Einkauf hat fünf wettbewerbsfähige Preise verhandelt.
Was in dieser Rechnung oft fehlt, sind die Übergaben zwischen den Beteiligten.
Warum der Teilepreis nicht die ganze Wahrheit ist
An jeder Schnittstelle entsteht Aufwand, der in keinem einzelnen Teileangebot vollständig sichtbar wird: technische Abstimmung, Freigaben, Änderungsschleifen, Wartezeiten, Rückfragen, Qualitätsthemen, Nacharbeit und erneute Koordination.
Jeder einzelne Punkt wirkt zunächst beherrschbar. Zusammen bilden sie Komplexitätskosten – und die entstehen verteilt: in Entwicklung, Einkauf, Qualität, Montage und Projektsteuerung. Genau deshalb werden sie oft von niemandem vollständig gesehen.
Ein Beispiel, das Sie selbst nachrechnen können
Wie groß diese verteilten Kosten werden, lässt sich an einem einzigen Faktor zeigen – ganz ohne Annahmen über Fehler oder Verzug, nur mit der laufenden Abstimmung.
Nehmen wir eine Projektlaufzeit von 30 Wochen. Wer in dieser Zeit pro Woche 12 Stunden für Meetings, Mails und Rückfragen mit und zwischen den Lieferanten aufwendet, bei einem internen Vollkostensatz von 90 Euro pro Stunde, liegt allein dafür bei 32.400 Euro. Nur für Koordination. In keinem der fünf Teileangebote taucht dieser Betrag auf.
Und das ist erst ein Faktor. Freigabe- und Änderungsschleifen, Wartezeiten zwischen den Lieferanten, Montage- und Prüfaufwand sowie Reklamationen an den Übergabepunkten kommen obendrauf. Jeder dieser Posten ist für sich genommen unauffällig. In Summe verschieben sie den wahren Preis einer Baugruppe deutlich – nach oben, aber unsichtbar.
Der entscheidende Hebel: Schnittstellen reduzieren
Der entscheidende Hebel ist nicht immer, jedes Teil noch einmal einzeln zu verhandeln. Oft liegt der größere Effekt darin, die Zahl der Schnittstellen zu senken. Genau hier setzt KOMOS an.
Stanzen, Drehen, Spritzguss und Montage laufen bei KOMOS unter einem Dach. Aus fünf bis acht Lieferanten und mehreren Übergaben kann ein Partner mit einer klaren Schnittstelle werden. Abstimmungsketten verkürzen sich. Freigabeschleifen laufen intern statt zwischen mehreren Firmen. Viele Fehlerquellen an Übergabepunkten werden reduziert, weil Entwicklung, Fertigung und Montage in einem System zusammenlaufen.
Das Bemerkenswerte daran: Der Teilepreis ändert sich dabei oft kaum. Was sich ändert, ist alles, was vorher nicht sauber in der Rechnung stand.
Komplexitätskosten selbst berechnen
Die 32.400 Euro aus dem Beispiel waren nur die Abstimmung. Wie hoch der gesamte verteilte Aufwand in einem Ihrer Projekte ist, wenn Schleifen, Wartezeiten, Montage, Prüfung und Qualitätsthemen dazukommen, hängt von Ihren eigenen Zahlen ab.
Genau die können Sie eintragen. Unser Komplexitätskosten-Rechner betrachtet die Faktoren, die rund um den Teilepreis entstehen:
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- Abstimmung zwischen Lieferanten
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- Freigabe- und Änderungsschleifen
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- Wartezeiten und Verzögerungen
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- Reklamationen und Nacharbeit
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- Montage- und Prüfaufwand
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- interne Koordination
Sie tragen Ihre eigenen Werte ein und erhalten in wenigen Minuten eine erste Größenordnung – nicht als Ersatz für ein technisches Gespräch, sondern als Einstieg in die richtige Frage:
Wo wird Ihre Baugruppe heute durch Komplexität teurer, als sie sein müsste?
Wer Produktionskosten einsparen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den Teilepreis schauen, sondern auf die Komplexitätskosten rund um die gesamte Baugruppe.
→ Jetzt Komplexitätskosten-Rechner nutzen: komos.de/produktionskosten-einsparen